Zuletzt überarbeitet am 20. Juli 2023 von Franzi

Ich weiß gar nicht, wie oft ich euch schon erzählt habe, dass München meine absolute Lieblingsstadt ist. Ich fühle mich hier so sehr zu Hause wie nirgendwo sonst auf der Welt und obwohl ich schon so viele schöne Orte bereist habe, könnte ich mir niemals vorstellen, irgendwo anders dauerhaft zu leben. Und weil ich mir fest vorgenommen habe, euch in Zukunft mehr von dieser wunderbaren Stadt zu erzählen, stelle ich euch heute 20 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in München vor – und ihre noch besseren Alternativen. Echte München Geheimtipps also, die sich wirklich lohnen.


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München Insidertipps: Die Stadt günstig und alternativ erkunden

Über 14 Millionen Besucher kommen Jahr für Jahr in die bayerische Landeshauptstadt. Kein Wunder, denn München hat einfach so viel zu bieten: Kultur, Architektur, Parks, Seen, Restaurants, Cafés, ein aufregendes Nachtleben und noch so viel mehr.

Viele der klassischen Sehenswürdigkeiten habt ihr bestimmt schon gesehen oder zumindest von ihnen gehört. Deshalb habe ich hier ihre authentischeren, günstigeren und oft auch schöneren Alternativen für euch.

Die Klassiker findet ihr in diesem Artikel: MÜNCHEN SEHENSWÜRDIGKEITEN – ALLE HIGHLIGHTS IN BAYERNS HAUPTSTADT


1. München Geheimtipps: Auer Dult statt Oktoberfest

Klar, das Oktoberfest ist weltbekannt und es lohnt sich wirklich, das Spektakel einmal mitzumachen. Wiesnzeit bedeutet aber auch astronomische Hotelpreise, überfüllte Bierzelte und lange Warteschlangen an Münchens Sehenswürdigkeiten.

Zum Glück gibt es aber noch andere traditionelle Bierfeste in der Stadt. Da wäre zum Beispiel die Auer Dult am Mariahilfplatz im Stadtviertel Au, die dreimal im Jahr stattfindet. Mit rund 300.000 Besuchern im Jahr geht es hier eher beschaulich zu – auch Touristen lassen sich nur wenige blicken. Wie auf dem Oktoberfest gibt es auch hier leckeres Bier, bayerische Delikatessen und zusätzlich noch einen schönen Markt.

Übrigens: Wusstet ihr, dass ich vor einiger Zeit an einem Reiseführer über München mitgeschrieben habe? Der beinhaltet natürlich noch viel mehr tolle Tipps rund um meine Lieblingsstadt. Hier könnt ihr mal reinschauen.*

München Geheimtipps: Oktoberfest München

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2. München Geheimtipps: Augustiner Keller statt Hofbräuhaus

Münchner Hofbräu ist eine echte Institution und zählt zu den beliebtesten Bieren der Welt. Dementsprechend bekannt ist allerdings auch das Hofbräuhaus am Platzl. Hier gehen riesige Gruppen ein und aus und es sind definitiv mehr Touris als Bayern vertreten. So hat das Ganze dann doch leider ein bisschen was von Massenabfertigung.

Eine meiner liebsten Alternativen ist der Augustiner Keller an der Hackerbrücke. Er liegt zentral in der Stadt und bietet ein uriges Ambiente mit leckerem Essen und einem großen Biergarten. Meine zweite Wahl wäre der Löwenbräukeller in der Nymphenburger Straße.


3. München Geheimtipps: Märchenbazar statt Winter Tollwood

Der alternative Weihnachtsmarkt Tollwood bietet ein wunderschönes Ambiente und leckeres Essen – außerdem liebe ich die Location an der Theresienwiese. Leider verleihen die extrem hohen Preise dem Ganzen mittlerweile einen etwas unangenehmen Beigeschmack. Am Wochenende ist es hier außerdem so voll, dass ihr nur mit ganz viel Glück einen Platz im Zelt bekommt.

Richtig positiv überrascht hat mich dagegen der Märchenbazar am Viehhof (Update Januar 2023: Der Märchenbazar ist in den Olympiapark Süd umgezogen – mehr Infos hier): Nostalgische Zirkuszelte und Jahrmarktbauten, leckeres Essen, bezahlbarer Glühwein und ein ausgemusterter Zugwaggon, der als Bar dient. Außerdem gibt es täglich ein kostenloses Programm aus Musik, Gesang, Akrobatik, Zauberkunst, Theater und Kabarett.

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4. München Insidertipps: IMPARK statt Sommer Tollwood

Genau wie das Winter Tollwood ist leider auch das Sommer Tollwood im Olympiapark extrem überteuert und hoffnungslos überfüllt. Fast genau im Anschluss startet allerdings das IMPARK Festival, das ich wirklich total gerne mag.

Auf dem IMPARK gibt es ganz traditionell ein Volksfest und zusätzlich noch eine coole Beachbar am Olympiasee – hier könnt ihr auch Wakeboarden oder SUP ausprobieren. Ein echtes Highlight ist jedes Jahr auch das Feuerwerk zum Auftakt und am Ende des Festivals.

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5. München Geheimtipps: Tramfahrt statt Hop-On Hop-Off Bus

Ich muss gestehen, ich bin ein großer Fan von Hop-On Hop-Off Bussen. Wenn man wenig Zeit hat sind sie wirklich super praktisch, um möglichst schnell viel von einer Stadt zu sehen. Auch in München gibt es verschiedene Anbieter, die mit über 20 Euro pro Tag allerdings nicht gerade ein Schnäppchen sind.

Günstiger und nostalgischer geht es mit der Tramlinie 19. Steigt ihr zum Beispiel am Hauptbahnhof ein, führt sie euch unter anderem am Justizpalast, am Stauchus, am Lenbachplatz und am Promenadeplatz vorbei.

Von dort aus geht es weiter zum Max-Joseph-Platz, von wo aus ihr zur Residenz, zur Oper, zum Marienplatz und zum Odeonsplatz gelangt. Eine andere schöne Tour bringt euch vom Nationaltheater entlang der Maximilianstraße zum Ostbahnhof.

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6. München Geheimtipps: Säbener Straße statt Allianz Arena

In München erfüllt sich der große Traum vieler Fußballfans: Einmal den FC Bayern beim Heimspiel in der Allianz Arena anfeuern. Wenn euer Budget dafür aber nicht ausreicht oder gerade kein Fußballspiel stattfindet, habe ich noch einen super Tipp für euch:

Am Trainingsgelände in der Säbener Straße könnt ihr eurer Lieblingsmannschaft kostenlos beim Training zusehen – die öffentlichen Trainingseinheiten finden in der Regel einmal oder mehrmals pro Woche statt. Alle Infos und Termine findet ihr hier.

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7. München Insidertipps: Schloss Blutenburg statt Nymphenburg

Das Schloss Nymphenburg gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten in München. Kein Wunder – das Gebäude ist wirklich atemberaubend schön. Noch ein bisschen besser gefallen mir sogar der dazugehörige Garten und der weitläufige Schlosspark. Keine Frage, Nymphenburg ist definitiv einen Besuch wert. 

Besonders am Wochenende kann der Ausflug allerdings in puren Stress ausarten: Besuchermassen schieben sich durch das Schloss und es ist beinahe unmöglich, die großartige Einrichtung ein bisschen auf sich wirken zu lassen.

Als richtig tolle und weniger besuchte Alternative kann ich euch deshalb das Schloss Blutenburg im Westen von München empfehlen. Die idyllische Lage am See ist einfach ein Traum – vor allem, wenn sich das Schloss bei gutem Wetter im Wasser spiegelt. Außerdem gibt es eine wunderschöne Schlosskirche, eine internationale Jugendbibliothek und einen traditionellen Christkindlmarkt zur Weihnachtszeit.

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8. München Geheimtipps: Café Vorhoelzer statt Alter Peter

Für einen atemberaubenden Blick über die Innenstadt von München besteigen jeden Tag tausende Touristen den Alten Peter – den Turm der Peterskirche hinter dem Marienplatz. Für die Aussicht lohnen sich die 300 Stufen definitiv.

Bei Fön könnt ihr von hier bis auf die Alpen blicken. Besonders zu Stoßzeiten herrscht auf dem Turm aber immer ein unglaubliches Gewusel und wer ein tolles Foto schießen möchte, muss sich seinen Platz hart erkämpfen.

Wenn ihr lieber ein bisschen entspannen und dabei einen tollen Blick genießen möchtet, empfehle ich euch das Café im Vorhoelzer Forum auf dem Dach der TU München. Dort könnt ihr nicht nur ganz München sehen – von der Frauenkirche über den Olympiaturm bis zu den Alpen – es gibt auch leckeres Essen und am Wochenende einen tollen Brunch. Update Januar 2023: Das beliebte Café wurde mittlerweile leider geschlossen.

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9. München Geheimtipps: Olympiaberg statt Olympiaturm

Noch so eine unglaubliche Aussicht habt ihr vom Olympiaturm im Olympiapark. Das zweithöchste Gebäude Bayerns misst knapp 300 Meter und ihr könnt von drei unterschiedlich hoch gelegenen Aussichtsplattformen München und sein Umland bestaunen. Nach oben geht es ganz bequem mit dem Aufzug.

Wenn ihr euch die sieben Euro für den Eintritt sparen möchtet und außerdem Lust auf einen kleinen Spaziergang habt, empfehle ich euch den nahe gelegenen Olympiaberg. Er ist zwar „nur“ 56 Meter hoch, bietet aber einen tollen Blick auf das gesamte Olympiazentrum, die Stadt und die bayerischen Alpen.


10. München Insidertipps: Rockmuseum statt Pinakotheken

Die Pinakotheken sind Münchens Topadresse für Kunst- und Kulturliebhaber. Ich habe die verschiedenen Häuser selbst schon besucht und war total begeistert – obwohl ich mich eigentlich eher als Kunstbanausin bezeichnen würde.

Die Alte Pinakothek zeigt Bestände der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen vom Mittelalter bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. In der Neuen Pinakothek und der Pinakothek der Moderne könnt ihr Werke aus dem 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert bestaunen.

Wenn euch das Ganze aber doch zu anstrengend ist, habe ich ein paar coole Alternativen für euch: Mein Favorit ist das Rockmuseum im Olympiaturm. Hoch über den Dächern Münchens gibt es hier signierte Gitarren, seltene Tonträge, Kleidungsstücke berühmter Musiker, Fotos, Briefe und vieles mehr zu sehen.

Richtig gerne mag ich auch die Kostüme im Deutschen Theatermuseum und für Reisebegeisterte kann ich das Museum Fünf Kontinente in der Maximilianstraße empfehlen.

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11. München Geheimtipps: Müllersches Volksbad statt Therme Erding

Für viele Touristen gehört ein Besuch der Therme Erding auf einem Trip nach München einfach dazu. Mit 14,5 Hektar ist sie das größte Thermalbad der Welt: Fünf Themenbereiche, ein Wellenbad, eine riesige Saunalandschaft und ein toller Außenbereich.

Ich liebe die Therme Erding und bin immer wieder gerne dort. Am Wochenende ist das Thermenparadies allerdings so überlaufen, dass das Baden nicht mehr viel mit Entspannung zu tun hat.

Als kleine aber feine Alternative kann ich euch das Müllersche Volksbad im Herzen von München empfehlen. Das älteste öffentliche Hallenbad Münchens wurde 1901 im Jugendstil erbaut und ist bis heute nahezu originalgetreu erhalten.

Neben der beeindruckenden Architektur erwarten euch hier unterschiedlich warme Becken, ein römisch-irisches Schwitzbad, ein Dampfbad mit Kaskadenbrunnen und eine finnische Sauna mit wechselnden Aufgüssen. Außerdem könnt ihr verschiedene Anwendungen buchen.

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12. München Geheimtipps: Wiener Platz statt Marienplatz

Der Marienplatz mit dem Neuen Rathaus ist das weltberühmte Zentrum der bayerischen Landeshauptstadt und definitiv ein Must-See in München. Hier ist eigentlich immer etwas los: Zum Beispiel beim Glockenspiel zur vollen Stunde, auf dem Christkindlmarkt im Winter, zu den Meister-Partys des FC Bayern und in den vielen Geschäften, Restaurants und Cafés.

Oft ist der Marienplatz aber so gut besucht, dass ein Durchkommen nicht mehr möglich ist. Tausende Touristen stehen mit Kameras, Handys und Selfie-Sticks gebannt vor dem Rathaus und wenn man eigentlich nur von A nach B möchte, könnte man glatt durchdrehen.

Viel idyllischer und fast schon ein bisschen dörflich geht es auf dem Wiener Platz in Haidhausen zu. Hier findet ihr den kleinsten ständigen Markt Münchens und einen der größten Münchner Biergärten: Den Hofbräukeller (nicht zu verwechseln mit dem Hofbräuhaus).

Im Biergarten des Hofbräukellers gibt es sogar eine Strandbar, der ihr im Sommer unbedingt einen Besuch abstatten solltet. Am und rund um den Wiener Platz gibt es außerdem viele Boutiquen mit ausgefallener Kleidung, Accessoires, Möbeln und Deko.

München Geheimtipps: Marienplatz im Stadtzentrum

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13. München Insidertipps: Floßlände statt Eisbachwelle

Die Eisbachwelle am Haus der Kunst ist weltberühmt und hat schon viele Stars aus der internationalen Surferszene nach München gelockt. Hier könnt ihr auf der Brücke oder im Englischen Garten relaxen und dabei den Surfern auf der Welle zusehen. Mittlerweile ist das Surfen dort sogar legal. Allerdings ist die Welle nur für Profis geeignet – die Verletzungsgefahr ist relativ hoch.

Was viele Besucher nicht wissen: Die Eisbachwelle ist zwar die bekannteste, aber nicht die einzige stehende Welle in München. Etwas außerhalb der Innenstadt – dafür direkt vor meiner Haustür – liegt zum Beispiel die Floßlände. Hier geht es ein bisschen entspannter zu und auch Anfänger können ihre ersten Versuche im Riversurfen wagen.

Die Floßlände ist allerdings nur während der Floßsaison surfbar: Von Mai bis Mitte September (14:00 bis 18:00 Uhr), im Juni bis 19 Uhr und von Mitte September bis Anfang Oktober von 15:00 bis 18 Uhr.

München Geheimtipps: Surfer an der Eisbachwelle

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14. München Geheimtipps: Schlauchbootfahrt statt Isar-Floßfahrt

Die Isarfloßfahrt ist eine echte Institution in München – im Sommer treibt fast im Minutentakt ein riesiges Floß mit bis zu 60 Personen die Isar hinunter. Die Floße legen morgens von der Isarfloßlände an der Marienbrücke in Wolfratshausen ab und erreichen nachmittags die Zentrallände in München Thalkirchen.

Ich war selbst schon einmal bei der Floßfahrt dabei, inklusive bayerischer Blaskapelle, traditionellem Weißwurstfrühstück auf dem Floß und Zwischenstopp im Biergarten. Ein unglaublich cooles Erlebnis, allerdings auch richtig teuer – die Preise beginnen bei 128 Euro pro Person.

Eine günstigere Alternative ist eine selbst organisierte Tour. Kauft oder leiht euch dafür ein stabiles Schlauchboot inklusive Luftpumpe. Bei Anbietern wie Doktor Boot könnt ihr euch auch eines ausleihen und sogar zur Einstiegsstelle liefern bzw. am Ausstiegsort wieder abholen lassen.

Ins Gepäck gehören außerdem feste Schuhe (man muss ab und zu anlegen und das Schlauchboot ein Stück weit tragen), Schwimmwesten, Helm, Flickzeug für das Boot, ein erste Hilfe Kasten, ein Ersatzpaddel und ein Handy (verpackt z.B. in einer Drybag) für Notrufe.

Nehmt dann am Vormittag die S7 in Richtung Wolfratshausen. Dort packt ihr euch Snacks und Getränke ins Schlauchboot und los geht’s. Verfahren könnt ihr euch nicht – wenn sich die Isar einmal teilt, ist das ziemlich gut ausgeschrieben.

Auch vor Gefahrenstellen wird sehr eindringlich gewarnt. Mit dem Alkohol solltet ihr es allerdings nicht übertreiben, damit ihr immer noch auf die Hinweisschilder achten könnt. Meine letzte Tour hat ungefähr sieben Stunden gedauert – inklusive Stop im Biergarten.

Blick von der Marienklausenbrücke in München auf die Isar

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15. München Geheimtipps: Hirschgarten statt Chinesischer Turm

Viele Besucher verbinden den Spaziergang durch den Englischen Garten mit einer Einkehr im Biergarten. Dabei gehört der Biergarten am Chinesischen Turm zu den bekanntesten und beliebtesten in München. Wie in allen traditionellen Häusern ist auch hier das Mitbringen der eigenen Brotzeit erlaubt, sodass ein Mittagessen nicht teuer werden muss.

Der Biergarten am Chinesischen Turm hat eine wunderschöne Lage und ist richtig gemütlich – an sonnigen Tagen ist er aber geradezu überflutet mit Touristen, da er als Empfehlung in jedem Reiseführer steht.

Viel weniger bekannt ist der königliche Hirschgarten. Mit „nur“ rund 40 Hektar ist er deutlich kleiner als der Englische Garten. Dafür findet ihr hier den mit 8.000 Plätzen wahrscheinlich größten Biergarten der Welt.

Der Hirschgarten zählt definitiv zu den schönsten Biergärten in München und ich finde das Essen und die Atmosphäre einfach großartig. Im Park findet ihr außerdem über 150 Jahre alten Baumbestand, Spielplätze, Grillareale, ein zwei Hektar großes Wildgehege und Rodelmöglichkeiten im Winter.


16. München Geheimtipps: Flaucher statt Englischer Garten

Sobald sich im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen zeigen, pilgert gefühlt ganz München in den Englischen Garten – mit 375 Hektar gehört er zu den größten Parks der Welt. Hier gibt es den Chinesischen Turm mit seinem riesigen Biergarten, die wunderbare Aussicht vom Monopteros, die Eisbachwelle, die Wasserfälle in der Nähe vom Eisbach und den Schwammerlweiher mit seiner kleinen Insel.

Bei schönem Wetter geht es im Englischen Garten allerdings oft zu wie auf dem Oktoberfest und die schönen Badeplätze sind schon morgens komplett belegt.

Ich persönlich bin im Sommer lieber an der „Isar-Riviera“ unterwegs. Der Münchner Flaucher erstreckt sich von der Brudermühlbrücke über den Tierpark bis zur südlichen Seite der Stadtgrenze. Auf beiden Flussseiten gibt es hier traumhaft schöne Grünanlagen zum Baden und Entspannen.

An vielen Stellen wurden Kiesstrände aufgeschüttet, die den Einstieg ins Wasser erleichtern – in gekennzeichneten Gebieten darf auch gegrillt werden. Urlaubsfeeling pur!

Thalkirchen in München: Isarstrand am Flaucher

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17. München Geheimtipps: Dichtergarten statt Hofgarten

Der Hofgarten liegt hinter dem Odeonsplatz im Zentrum von München. Er gehört zu den beliebtesten Grünanlagen in München – mit seinen Kieswegen, Brunnen, Blumenbeeten und dem runden Pavillon. Ein Highlight direkt am Hofgarten ist definitiv das Café Tambosi – hier sitzt ihr immer mit Blick in die Sonne. Außerdem gibt es oft tolle Livemusik im Pavillon.

Viel weniger bekannt und dementsprechend ruhig ist der Dichtergarten. Obwohl er direkt neben dem Hofgarten liegt, verirren sich nur wenige Besucher in den romantischen Park. Mit seinem dichten Baumwuchs, den verschlungenen Wegen und der hügeligen Landschaft erinnert er fast ein bisschen an einen verwunschenen Garten.

Bei Google Maps ist er übrigens immer noch unter seinem alten Namen als Finanzgarten eingetragen. Seinen neuen Namen trägt er wegen der Denkmäler von verschiedenen Dichtern und Künstlern, die auf verschiedene Arten mit München verbunden sind.

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18. München Geheimtipps: Harry Klein statt P1

Das P1 ist ein Urgestein in der Stadt und unwiderruflich verbunden mit der Münchner Schickeria. Sehen und gesehen werden ist das Motto und wer es an den ewig schlecht gelaunten Türstehern vorbei schaffen möchte, muss sich wohl oder übel anpassen. Individualität ist hier fehl am Platz – uniformiert euch stattdessen mit Minikleidchen, Glitzerjacken, Hermès Gürteln und Sakkos.

Ich war früher oft im P1 unterwegs und bin bis heute der Meinung, dass man den Laden einmal im Leben besucht haben sollte. Die glorreichen Zeiten des Münchner Nobelclubs gehören aber längst der Vergangenheit an. Statt Promis trefft ihr hier in erster Linie pseudo-dekadente 19-jährige die nichts besseres zu tun haben, als Nacht für Nacht mit der Kreditkarte ihrer Mama herumzuwedeln.

Es gibt in München aber auch noch richtig coole Clubs, in denen ihr einfach ihr selbst sein und eine gute Zeit haben könnt. Für eure Partynacht empfehle ich euch zum Beispiel das Harry Klein in der Sonnenstraße. Der Elektroclub ist eher klein – die Musik dafür umso großartiger. Das Publikum ist gemischt, die Getränke günstiger als in vergleichbaren Locations und die Türsteher immer nett und freundlich.

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19. München Insidertipps: Glockenbach Shopping statt Kaufingerstraße

In der Kaufingerstraße gibt es eigentlich nichts, was es nicht gibt: Modeketten, kleine Boutiquen, Luxuskaufhäuser, Obst- und Gemüsestände, Straßenkünstler und im Winter einen Weihnachtsmarkt. Sie gilt als Münchens zentrale Fußgängerzone und wichtigste Einkaufsmeile.

Shopping lohnt sich hier aber eigentlich nur tagsüber und unter der Woche. Nach Feierabend und am Wochenende gleicht die Kaufingerstraße einem Ameisenhaufen und es macht leider überhaupt keinen Spaß, sich durch die drängelnden Menschenmassen zu schieben.

Schon vor ein paar Jahren habe ich das Glockenbachviertel als schöne und entspannte Shopping-Alternative entdeckt. Hier gibt es keine Modeketten und auch große Kaufhäuser sucht man vergeblich.

Dafür bietet das Glockenbach kleine Boutiquen, schöne Stores, Second Hand Shops und Fair Trade Läden. Schaut zum Beispiel mal bei DearGoods, Glore oder im 7. Himmel rein – es lohnt sich. Nach der Shoppingtour könnt ihr euch dann mit einem Stück Kuchen in einem der vielen bezaubernden Cafés belohnen.


20. München Insidertipps: Wörthsee statt Starnberger See

Der Starnberger See gehört definitiv zu den schönsten Seen im Münchner Umland. Er ist 20 Kilometer lang, 4,7 Kilometer breit und bietet einen 46 Kilometer langen Seerundweg, auf dem in den warmen Monaten viele Radler unterwegs sind. Bei Fön bietet der Starnberger See eine traumhafte Aussicht über die nahen Berge bis hin zur Zugspitze.

Wassersportler finden hier ein großartiges Revier zum Wind- und Kitesurfen. Der große Nachteil: Der Starnberger See ist so beliebt, dass hier im Sommer ganz einfach die Hölle los ist. An den Badestränden liegt ihr wie Sardinen und in den Biergärten und Restaurants müsse ihr um einen freien Platz kämpfen.

Nicht gerade ruhig aber viel beschaulicher geht es zum Beispiel am Wörthsee zu. Er entstand vor 40.000 Jahren durch das Schmelzen des Ammergletschers und gehört heute zu den schönsten und saubersten Seen in Bayern.

Der Wörthsee ist ein wunderschönes Ausflugsziel zum Wandern und Mountainbiken. Für die warmen Tage gibt es verschiedene Frei- und Strandbäder und das beliebte Erholungsgelände Oberndorf Mit Kiosk und Badestegen.

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Noch mehr München Geheimtipps für euren nächsten Besuch

Ihr plant eine Reise nach München und habt nach über 3.000 Wörtern in diesem Artikel noch immer nicht genug Inspiration? Ok, ein paar München Insidertipps habe ich noch für euch:

  • In München kosten viele Museen, Galerien und Ausstellungen am Sonntag nur einen Euro Eintritt. Dazu gehören: Die Pinakotheken, das Bayerische Nationalmuseum, das Museum Mensch und Natur, die Glyptothek, die Galerie Schack, die Archäologische Staatssammlung, das Ägyptische Museum, das Museum Fünf Kontinente, die Antikensammlungen und die Staatliche Münzsammlung. Immer umsonst sind unter anderem das Geologische Museum, das Paläontologische Museum, die Kunstarkaden und das Feuerwehrmuseum.
  • Richtig cool sind die vielen Open Air Kinos im Sommer – zum Beispiel am Olympiasee oder am Königsplatz.
  • Lust auf eine etwas andere Party? Den ganzen Herbst und Winter über bis in den April findet im Olympia Eissportzentrum jeden Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend eine Eislaufdisco statt. Besonders cool sind die „Legendary Saturday Oldies“ am Samstag – richtig retro eben.
  • Ein Biergarten der besonderen Art ist die Olympia Alm. Münchens höchster Biergarten liegt auf dem Olympiaberg und bietet bayerische Schmankerl und Bier mit großartigem Ausblick. Hier gibt es auch regelmäßig Sommerfeste, den Tanz in den Mai und natürlich Wiesn-Partys.
  • Braucht ihr eine Abkühlung im Sommer? Dann ist die Eisbach Runde genau das Richtige für euch. Der Einstieg liegt gleich hinter der Eisbach Welle im Englischen Garten. Von dort aus lasst ihr euch einen Kilometer durch den Park treiben bis hin zum Tivoli. Von dort aus geht es entweder mit der Tram oder zu Fuß zurück. Aber Achtung, es gibt ein paar gefährliche Stellen. Ihr solltet unbedingt gut schwimmen können und am besten den Einheimischen folgen.
  • Und noch ein letzter Tipp für euren Münchner Sommer: Bei uns gibt es ein paar richtig tolle Strandbars. Zu den schönsten gehören der Kulturstrand auf der Museumsinsel, der Prinzestrand im Prinzregentenbad, der Bora Beach auf der Praterinsel, das Beach38 am Ostbahnhof und die Sandbar im Hofbräukeller am Wiener Platz.

Wusstet ihr, dass ich vor einer Weile an einem Reiseführer über München mitgeschrieben habe? Der beinhaltet natürlich noch viel mehr tolle Tipps rund um meine Lieblingsstadt. Hier könnt ihr mal reinschauen.*

München Hofgarten - München Insidertipps

Sehen wir uns bald in meiner Heimatstadt?

Ok, jetzt ist der Artikel doch ein bisschen umfangreicher geworden, als ich es ursprünglich geplant hatte. Aber ich finde, dass ich auf Coconut Sports bisher einfach noch viel zu wenig über meine Heimat München berichtet habe. Das soll sich in Zukunft ändern und ich habe mir fest vorgenommen, euch in Zukunft regelmäßig mit Insidertipps zu meiner Heimatstadt zu versorgen.

München Geheimtipps: Oktoberfest München

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Häufig gestellte Fragen zum Thema München Geheimtipps:

Zum Schluss beantworte ich euch hier noch ein paar häufig gestellte Fragen rund um München.

Wie viele Tage braucht man für München?

Um einen guten Eindruck von München zu bekommen, würde ich euch empfehlen, mindestens vier Tage zu bleiben. Die Stadt hat eine ganz besondere Atmosphäre und Biergärten, Restaurants und andere schöne Ecken lässt man am besten mit der traditionellen bayerischen Gemütlichkeit auf sich wirken. Auch die berühmten Sehenswürdigkeiten wie die Pinakotheken oder das Deutsche Museum solltet ihr euch natürlich nicht entgehen lassen.

Was ist an München so besonders?

München verbindet Tradition und Moderne auf eine einzigartige Weise. Bayerns Hauptstadt ist reich an Kultur und zugleich Entstehungsort von Hightech-Bauten und modernen Unternehmen. Hier findet ihr Altstadt und Wolkenkratzer, moderne Fusionsküche und traditionelle Gasthäuser, Cocktails und Weißbier und vieles mehr.

Was sollte man in München gegessen haben?

Wer gerne Fleisch mag, hat in München eine gigantische Auswahl aus traditionellen Schmankerln, die es zu probieren gilt. Aber auch Vegetarier kommen auf ihre Kosten. Probiert zum Beispiel: Weißwurst (wird traditionell vormittags vor 12 Uhr mit Breze und Weißbier gegessen – sie dürfen das Mittagsläuten der Glocken nicht hören), Leberkäs‘, Schweinsbraten mit Knödel, Hendl, Schweinshax’n, alles mit Sauerkraut, Dampfnudeln in Vanillesauce, Reiberdatschi (Kartoffelpuffer), Kasspatzn (Käsespätzle), Laugenbrezen und Kaiserschmarrn.

Was kann man aus München mitbringen?

Tolle Mitbringsel aus München und Bayern im allgemeinen sind zum Beispiel Bierkrüge, bayerische Spezialitäten oder Süßigkeiten aus Bayern. In der Innenstadt rund um die Kaufingerstraße findet ihr ein paar tolle Souvenirshops, die viel mehr zu bieten haben als nur China-Ramsch. Hier gibt es beispielsweise Obazda-Gewürz, Lebkuchenherzen oder Elisenlebkuchen.

Wo gehen die Stars in München essen?

Ihr möchtet für einen Abend in die Münchner Schickeria eintauchen? Dann schaut mal im H’ugo’s, im Trader Vic’s, in der Käfer-Schänke, in der Burger & Lobster Bank, in Schuhbeck’s Südtiroler Stuben, im Tantris oder im Spatenhaus vorbei.


Buchtipp*: