Ich habe heute leider keinen Ernährungstipp für dich

Burger im Burgerrestaurant auf Fuerteventura

Letzten Samstag war es wieder so weit: Ich saß mit meiner Pizza bei einem Game of Thrones-Marathon vor dem Fernseher. Im Kühlschrank wartete eine Schokoladen-Paradiescreme auf mich, vollgestopft mit Zucker, Farbstoffen und Geschmacksverstärkern. Eigentlich ein rundum gelungener Abend – doch dann passierte es wieder: Eine E-Mail traf ein mit der Frage, ob ich nicht einen grünen Salat-Schwarzkohl-Sellerie-Ekel-Smoothie testen möchte.

Sport und gesunde Ernährung: Einfach unzertrennlich?

Und da war es wieder, das schlechte Gewissen. Denn in der heutigen Zeit scheinen der Spaß am Sport und die Freude (gibt’s das wirklich?) an gesunder Ernährung leider untrennbar miteinander verbunden zu sein. Aber aus irgendeinem Grund packt es mich nicht.

 

Versteht mich bitte nicht falsch, ich ernähre mich nicht ausschließlich ungesund. Im Gegenteil: Ich liebe Salate, frisches Obst und Gemüsegerichte. Aber noch mehr liebe ich eben einen guten Burger mit Pommes, eine Pizza, Pasta und Coca Cola.

 

Nun schreibe ich aber viel über Sport, und deshalb scheinen die meisten Menschen davon auszugehen, dass ich morgens Grünzeug in den Mixer schmeiße und meine Tofu-Ration für den Tag abwiege. Aber das wird niemals passieren, weil es mir erstens nicht schmeckt, ich mich zweitens davor ekle und mir drittens meine Zeit zu schade ist.

 

Ich bewundere Menschen und vor allem Sportler, die sich diszipliniert ernähren, ihrem Körper damit etwas Gutes tun und vielleicht sogar ihre sportliche Leistung verbessern. Ich bin aber nunmal keiner davon und kann mir auch nicht vorstellen, dass sich das jemals ändern wird.

Am Ende sollte man sich doch selbst treu bleiben

Trotzdem meldet sich jedes Mal das schlechte Gewissen, wenn eine Anfrage aus dem Health Food-Bereich eintrudelt oder ein Leser/eine Leserin um Ernährungstipps bittet, die ich nicht geben möchte.

 

Ich schreibe bewusst möchte, denn in der Theorie weiß ich natürlich, wie gesunde Ernährung funktioniert. Ich fände es aber einfach nicht richtig, hier meine Meinung über gesunde Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel kundzutun, die in der Praxis nie den Weg in meinen Magen finden würden.

 

Denn ich mag selbst keine Blogger, die über Hotels schreiben, in denen sie niemals schlafen würden, über Länder, die sie auf eigene Kosten niemals bereisen würden oder Essen, dass ihnen eigentlich überhaupt nicht schmeckt. Deshalb bleibe ich lieber bei dem, was ich kann: Spaß haben am Sport – egal ob auf Reisen oder zu Hause. Seid also bitte nicht enttäuscht, denn: Ich habe heute leider keinen Ernährungstipp für euch.

14 Gedanken zu „Ich habe heute leider keinen Ernährungstipp für dich

    1. Franzi Artikelautor

      Ich liebe Matjes! Allein dafür lohnt es sich schon, an die Nordsee zu fahren 🙂 Hatte ich leider schon ewig nicht mehr. LG Franzi

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  1. Pooly

    Ich kann dir zu diesen Artikel nur beipflichten.

    Gerade zu Anfang meiner „sportlichen Karriere“ war ich auch auf gesunde Ernährung bedacht, lag allerdings daran das ich abnehmen wollte. Zu dieser Zeit war ich wirklich „streng“ mit mir, TROTZDEM gab es immer einen Tag in der Woche an dem ich ordentlich zugelangt habe, also Pizza und dergleichen.

    Seit dem der Sport zum Alltag wie der Gang zur Toilette gehört, sehe ich das nicht mehr ganz so eng und gönne mir öfters etwas. Allerdings sollte man es trotzdem nicht zu sehr übertrieben und wenn möglich keine Fertiggerichte essen.

    In Maßen genießen ist immer noch am besten, wer sich zu sehr kasteit wird schnell in ungesunde Gewohnheiten zurückfallen.

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    1. Franzi Artikelautor

      Klar, wenn man abnehmen möchte, muss man sich ein bisschen mehr zusammenreißen. Aber selbst dann kann man leckere Sachen essen und muss sich kein Ekel-Food reinzwängen 🙂

      Glückwunsch zu deinem Abnehmerfolg und dass du es geschafft hast, Sport in deinen Alltag zu integrieren. ich kann mir vorstellen, dass das ein unglaublich tolles Gefühl ist.

      Bei Fertiggerichten werde ich immer wieder mal schwach. Tendenziell überwiegt aber doch das frisch gekochte Essen, sodass sich alles ganz gut die Waage hält.

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  2. Janine

    Schöner Artikel. Und du hast Recht: irgendwie bekommt man von vielen „Experten“ oft das Gefühl vermittelt: es geht nur beides zusammen – Sport & aufs kleinste Kalorie abgestimmte Ernährung. Was aber mich wiederum von selbigen abschreckt. Aber ich finde eh, es ist vor allem wichtig aus seinen Körper in Bezug auf Ernährung zu hören – der flüstert einem doch in der Regel zu, was er gerade braucht.

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    1. Franzi Artikelautor

      Das sehe ich ganz genauso. Ich glaube eigentlich auch, dass ich ein ganz gutes Gefühl dafür habe, was mein Körper braucht und was nicht. Manchmal habe ich Heißhunger auf Fast Food und Süßigkeiten – dann gönne ich mir das. Mindestens genauso oft habe ich aber auch Lust auf Obst, Gemüse und Salat. Ich glaube mit ständigen Diäten verliert man dieses intuitive Essverhalten irgendwann.
      Liebe Grüße
      Franzi

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  3. Verena

    Sehr cool! 😀
    Ich hatte mal eine Anfrage von einem Shop für irgendwelche Kindersachen und mein Blog wäre ja so passend dafür?! Dann war da mal der Typ, der mir sein E-Book zum Thema Kuhfütterung anbieten wollte.
    Wenn wieder solche Anfragen kommen, behalte ich die Mails, statt sie zu löschen. Daraus kann man gute Blogartikel basteln. 😀

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    1. Franzi Artikelautor

      Haha ja, die lustigsten Mails horte ich auch gerne. Irgendwann braucht man die immer wieder 🙂
      Aber hey, Kuhfütterung ist doch ein spannendes Thema!
      Liebe Grüße
      Franzi

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  4. Verena

    Argh das passiert, wenn man nen Artikel im neuen Tab öffnet und den anderen Artikel kommentieren will Nicht freischalten. Der Kommentar gehört doch woanders hin. Hilfe!

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