Die besten Auslandskrankenversicherungen

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Gut versichert auf Reisen

Dass eine gute Krankenversicherung unerlässlich ist, dürfte inzwischen sogar bei den Amerikanern angekommen sein. Leider passiert es besonders oft auf Reisen, dass unser Körper in Folge von langen Flügen, Klimaumstellung und exotischem Essen zu streiken beginnt. Neben der regulären Krankenversicherung ist eine Auslandskrankenversicherung für Reiselustige deshalb ein Muss. Das gilt besonders für die gesetzlich Krankenversicherten unter uns, denn die Leistungen der gesetzlichen Kassen sind im Ausland stark eingeschränkt – In vielen Urlaubsländern zahlen sie die Behandlungskosten sogar überhaupt nicht.

 
Die meisten Reisebüros ermöglichen ihren Kunden direkt im Anschluss an die Buchung den Abschluss einer Auslandskrankenversicherung. Für Vielreisende sind diese Policen allerdings der reinste Wucher. Denn für eine zweiwöchige Versicherungsleistung zahlt man oft genauso viel (oder sogar mehr) wie für ein ganzes Versicherungsjahr bei einem günstigen Anbieter.

Tarifdschungel: Wie finde ich die richtige Police?

Fuerteventura Caleta de Fuste StrandDie Suche nach der richtigen Reisekrankenversicherung ist oft nicht ganz einfach, denn sowohl Preise als auch Leistungen der Anbieter können stark variieren. Zudem verstecken die Versicherungen gerne jede Menge Ausschlussklauseln in ihren seitenlangen Verträgen. Auch Vergleichsportale im Internet weisen nicht immer zuverlässig auf alle Fallstricke hin. Wie finde ich also eine gute und günstige Police?

 

Ein paar gute Anregungen gibt wie so oft die Stiftung Warentest, die in ihrer Zeitschrift „Finanztest“ (Ausgabe 6/2013) 40 Anbieter genau unter die Lupe genommen hat. Immerhin 14 davon erhielten für ihren Tarif die Note „sehr gut“. Das schlechteste Angebot wurde mit „mangelhaft“ bewertet.

Diese drei Auslandskrankenversicherungen gingen im Test als Sieger hervor

  1. Allianz ( „sehr gut“)
  2. Universa („sehr gut“)
  3. Ergo Direkt, Hanse Merkur/DAK, Neckermann („sehr gut“)

Der Stiftung Warentest zufolge zahlen Einzelpersonen beim Testsieger Allianz 9,80€ im Jahr – eine Familie kommt auf 19,60€ jährlich. Besonders erwähnenswert ist hier, dass das Versicherungsunternehmen den Krankenrücktransport nicht erst bei medizinischer Notwendigkeit übernimmt, sondern bereits dann, wenn er medizinisch sinnvoll und vertretbar ist.

 

Auch psychische Behandlungen im Ausland werden erstattet. Eine maximale Anzahl an Reisen pro Jahr gibt es nicht. Eure Trips dürfen allerdings jeweils maximal 56 Tage am Stück dauern.

Diese Tarife erhielten ebenfalls die Note „sehr gut“

Auf dem zweiten Platz landete die ebenfalls als „sehr gut“ ausgezeichnete Police der Universa. Für Einzelpersonen schlägt die Versicherung jährlich mit 12,84€ zu Buche. Das Unternehmen ging völlig überraschend als zweiter Sieger hervor: Noch im Vorjahr lag die Universa mit der Note „mangelhaft“ weit abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze. Diese Ohrfeige haben sich die Verantwortlichen offensichtlich zu Herzen genommen und ihre Police mit umfangreichen Leistungen ergänzt. Besonders erwähnenswert sind hier die Erstattung der Kosten für provisorischen Zahnersatz und medizinisch notwendige Hilfsmittel.

 

Den dritten Platz teilen sich gleich drei Anbieter: Die Ergo Direkt, Hanse Merkur/DAK und Neckermann. Hier werden jährlich 8,90€ für Einzelpersonen fällig. Familien kommen bei Neckermann auf 17,80€ und bei Ergo Direkt und Hanse Merkur/DAK auf 19,90€ im Jahr. Ebenfalls ein „sehr gut“ erhielten DFV, Arag, Inter, Würzburger und Huk24.

Das sollten Privatpatienten und Rentner beachten

Bei den besonders schlecht getesteten Versicherungen kritisierte Stiftung Warentest in erster Linie die Bedingungen für den Krankenrücktransport. Auch ältere Menschen haben es bei der Suche nach der richtigen Police oft schwer: Für eine Auslandskrankenversicherung müssen sie bei vielen Anbietern happige Aufschläge in Kauf nehmen. Verhältnismäßig günstige Tarife haben die Tester aber auch für diese Zielgruppe gefunden: Bei der Inter und der LVM/hkk liegt der erhöhte Beitrag bei 15€.

 

Wer privat versichert ist, sollte sich vor Reiseantritt unbedingt erkundigen, welche Leistungen die Krankenversicherung erstattet. In einigen Fällen kann sich auch hier eine zusätzliche Reisekrankenversicherung lohnen. Dasselbe gilt für Kreditkarten: Diese enthalten zwar oft Zusatzleistungen in Form von Auslandskrankenversicherungen. Zu hundert Prozent sollten sich Kartenbesitzer darauf aber nicht verlassen, denn einige Anbieter schließen ebenfalls eine Reihe von Leistungen aus.

 

Die Stiftung Warentest rät Verbrauchern, die Versicherung auf jeden Fall einige Wochen vor Reiseantritt abzuschließen. Denn der Vertrag ist nur dann gültig, wenn der Antrag korrekt ausgefüllt und beim Versicherer eingegangen ist. Außerdem muss der Beitrag bereits eingezahlt sein. Die meisten Policen verlängern sich automatisch. Wenn ihr also kündigen wollt, müsst ihr euch aktiv darum kümmern.

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