5 Gründe, noch vor der Rente nach Teneriffa zu fliegen

Sandstrand auf Teneriffa

Im Dezember verkündete ich in meinem Freundeskreis, dass ich meine Mum über Weihnachten für zwei Wochen auf Teneriffa besuchen würde. Die Reaktionen darauf fielen eher gemischt aus: Von „Ah, soll ja ganz nett sein“ bis „Was willst du denn auf der Rentnerinsel?“ war alles dabei. Dabei hat Teneriffa vor allem für Sportler doch soo viel zu bieten. Hier sind meine fünf Gründe, warum ihr noch vor der Rente nach Teneriffa fliegen solltet.

1. Wer weiß, ob ihr mit 60+ noch surfen könnt

Auch wenn wir es uns noch so sehr wünschen: Ein paar von uns werden im Rentenalter wohl nicht mehr in der Lage sein, sportliche Höchstleistungen zu erbringen. Statt Surfen, Downhill oder Kickboxen stehen dann Nordic Walking und Tai Chi auf dem Programm.

 

Deshalb solltet ihr jetzt noch jede Gelegenheit zum Surfen nutzen, die sich euch bietet. Aber warum ausgerechnet Teneriffa? Ganz einfach: Surfen ist hier günstig, es gibt das ganze Jahr über Wellen, viele Spots sind relativ leer und die Wassertemperaturen fallen auch im Winter nur selten unter 20 Grad. Hier könnt ihr also einen richtig tollen Surfurlaub verbringen.

 

Tipps zum Surfen auf Teneriffa findet ihr hier.

Surfer am Playa Martianez, Teneriffa

Der Surfspot Playa Martianez liegt mitten in Puerto de la Cruz

2. Noch schafft ihr es auf den Pico del Teide

Noch seid ihr fit genug, den 3.718 Meter hohen Pico del Teide zu besteigen – den höchsten Berg Spaniens. Dafür braucht ihr eine Genehmigung, die ihr euch bei der Nationalparkverwaltung in Santa Cruz oder im Internet holen könnt. Die Besteigung ist kostenlos, aber nur bei guten Wetterbedingungen erlaubt. In der Hochsaison (Sommer und Winter) sind die Lizenzen sehr begehrt, deshalb solltet ihr schon einige Tage vorher euren Platz reservieren.

 

Aber auch wenn ihr euch gegen eine Besteigung und für die Fahrt mit der Gondel entscheidet, solltet ihr körperlich fit sein. Denn besonders im Winter ist es auf dem Gipfel unfassbar kalt und das Wandern um den Krater erfordert richtig viel Energie. Egal ob zu Fuß oder mit der Gondel: Warme Klamotten (Mütze, eine lange Hose und am besten Handschuhe) sind ein Muss!

Pico del Teide Teneriffa

Auf dem Gipfel schneit es auch dann, wenn das Thermometer unten 25 Grad anzeigt

Pico del Teide Teneriffa

Blick auf die Farbenfrohe Vulkanlandschaft rund um den Pico del Teide

Gondel auf den Pico del Teide Teneriffa

Wer nicht laufen mag, nimmt einfach die Seilbahn. 26 Euro kostet euch der Spaß

3. Ihr könnt die Wanderwege in vollen Zügen ausnutzen

Wandern auf Teneriffa ist wirklich ein Traum. Vom kleinen Spaziergang bis zur hochalpinen Tour auf den Teide ist hier für jeden das Richtige dabei. Besonders gut haben mir die Wanderpfade im Anagagebirge im Nordosten der Insel gefallen. Hier gibt es zum Beispiel den „Weg der Sinne“, der euch durch dichten Lorbeer- und Baumheidebewuchs führt.

 

Weitere Wandergebiete sind das Tenogebirge ganz im Westen und die Gegend um San Lorenzo, Adele und Arona im Süden Teneriffas. Wanderkarten und Tipps bekommt ihr übrigens in den Infocentern, die in jedem noch so kleinen Dörfchen ansässig sind.

Wandern auf Teneriffa: Weg der Sinne

Durch den Lorbeerwald: Der „Weg der Sinne“ im Anagagebirge

Wandern auf Teneriffa: Weg der Sinne

Die Natur im Anagagebirge ist wirklich einzigartig

Wandern auf Teneriffa: Ausblick

Beim Wandern wurden wir immer wieder mit tollen Ausblicken belohnt

4. Ihr könnt den Lago Martianez tatsächlich zum Baden benutzen

In Puerto de la Cruz findet ihr das Freibad Lago Martiánez, das in den 70er Jahren vom kanarischen Künstler César Manrique entworfen und erbaut wurde. Das riesige Meerwasser-Schwimmbad ist über 18.000 Quadratmeter groß, direkt ins Meer hineingebaut und mit Palmen und anderen Pflanzen begrünt.

 

Obwohl das Freibad eigentlich immer gut besucht ist, halten sich so gut wie keine Menschen in den Pools auf. Die älteren Semester braten lieber auf ihren Liegestühlen in der Sonne. Wenn ich wirklich schwimmen wollte, hatte ich das monströse Becken fast für mich alleine und konnte ungestört meine – hunderte Meter langen – Bahnen ziehen. Dazu noch der tolle Ausblick auf das offene Meer – ein Traum.

Lago MarLago Martianez in Puerto de la Cruz, Teneriffa

Erfrischung an heißen Tagen: Das Freibad Lago Martiánez

Lago Martianez in Puerto de la Cruz, Teneriffa

Da bekommt der Begriff „Infinity Pool“ eine ganz neue Bedeutung

Lago Martianez in Puerto de la Cruz, Teneriffa

Der Künstler César Manrique hat das Freibad komplett in Stein eingebettet

5. Helft mit, das Image von Teneriffa aufzupolieren

Ja, richtig gelesen! Das Image dieser wunderbaren Kanareninsel muss dringend ein bisschen aufpoliert werden. Überzeugt euch einfach selbst von Teneriffas wunderbaren Landschaften, der Gastfreundlichkeit der Inselbewohner, dem leckeren Essen und dem tollen Nachtleben. Danach erzählt ihr es jedem und in ein paar Jahren werden die Rentner-Heerscharen hoffentlich niemanden mehr von einem Besuch abschrecken.

bunte Häuserfassade in Puerto de la Cruz, Teneriffa

Meine Lieblingsstraße: Bunte Häuserfassaden in Puerto de la Cruz

Steinformationen in Puerto de la Cruz, Teneriffa

Diese kleinen Kunstwerke findet ihr auf dem Weg zum Playa Jardín

 Playa Jardin in Puerto de la Cruz, Teneriffa

Diesen traumhaften Sonnenuntergang am Playa Jardín durften wir jeden Tag vom Hotelzimmer aus bestaunen

13 Gedanken zu „5 Gründe, noch vor der Rente nach Teneriffa zu fliegen

  1. Annika Michel

    Der Siampark ist einfach super, sowas macht man als Rentner wohl auch nicht mehr 😉 auch die ganzen Tagesreisen, die man vor ort buchen kann können anstrengend sein – dann doch lieber jung unterwegs.
    Ich fand es sehr schön und habe es keineswegs als Rentnerinsel empfunden, auch wenn ein Paar Typische Deutsche Rentner einige Klischees auf unserer Reise bestätigt haben 😛

    Liebe Grüße,
    Annika

    Antworten
    1. Franzi Artikelautor

      Hallo Annika. Oh ja, vom Siampark hatte ich auch gehört, aber leider haben wirs dort nicht mehr hingeschafft. Aber beim nächsten mal bestimmt 🙂 LG Franzi

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  2. Anna H.

    Also ich würde ja sofort nach Teneriffa fliegen 🙂 Fuerteventura finde ich zwar cool, aber die Surfspots sind teilweise wirklich überlaufen. Finde es auch toll, dass die Insel so grün ist und so viele Möglichkeiten zum Wandern bietet. LG Anna

    Antworten
    1. Franzi Artikelautor

      Oh ja, das solltest du unbedingt tun 🙂 Ich mag beide Inseln, aber Fuerteventura ist eben mehr Wüste. Ich fand die Vulkanwanderungen zwar cool, aber in den Wäldern von Teneriffa hats mir noch ein bisschen besser gefallen. LG Franzi

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  3. Mario

    Die Bilder sehen wirklich super aus! Könnte mir auch sehr gut vorstellen, mal nach Teneriffa zu fliegen. Freunde von mir waren mal im Süden unterwegs, die fandens auch super.

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  4. Marc

    Die Kanaren sind generell super und du hast vollkommen recht, das Image der Rentnerinseln können die ruhig ablegen.
    Teneriffa hat mir allerdings nicht so gut gefallen wie Lanzarote und Fuerteventura, aber das ist „Jammern“ auf hohem Niveau!

    Liebe Grüße,
    Marc

    Antworten
    1. Franzi Artikelautor

      Hi Marc. Oh ja, Fuerteventura ist auch meine absolute Lieblingsinsel. Irgendwie hat sie so eine ganz besondere Magie… Grundsätzlich bin ich aber 100 prozentig bei dir: Die Kanaren sind generell ein Traum. LG Franzi

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  5. Silke

    Die „Bezeichnung“ Rentner-Insel kann ich schon nachvollziehen, vor allem in Puerto de la Cruz (im sonnigeren Süden fand ich es etwas gemischter, da hier mehr jüngere Urlauber anzutreffen sind). Aber Du hast absolut Recht: für Aktivreisende ist die Insel ein echtes Paradies: Ob endlose Wanderungen in der Teide-Kraterlandschaft, an der Küste (von Puerto de la Cruz nach La Ramba; bei Buenavista del Norte und natürlich in der Masca-Schlucht), Mountainbiken, Wellenreiten (Playa Martianez, wo die spanische Meisterschaft der Junioren im Dezember ausgetragen wird, Playa Socorro für Fortgeschrittene, unzählige weitere Spots über die ganze Insel verteilt, Achtung, kleiner Geheimtipp vor allem für Anfänger: Ensenada de la Penada bei Arenas del Mar), Windsurfen, Kitesurfen (El Medano!) – keine andere Kanareninsel bietet eigentlich so viele Möglichkeiten der aktiven Urlaubsgestaltung.

    P.S. Der Schwimm-Tipp fürs Martianez ist ja Klasse! Aber gilt das auch während der Hauptsaison?

    P.P.S. Die Teide-Genehmigung sollte man mindestens mehrere Wochen im Voraus beantragen. =)

    LG, Silke

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    1. Franzi Artikelautor

      Hallo Silke. Ja, da hast du Recht, ich war auch im Norden und es war schon sehr Rentner-lastig, wenn man abends auf der Straße unterwegs ist 🙂 Lieben Dank für deine vielen zusätzlichen Tipps. Bei uns hat es mit der Tiede-Genehmigung problemlos zwei Tage vorher geklappt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass der Ansturm in der Hochsaison noch viel größer ist. LG Franzi

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  6. Marion

    Hi Franzi,

    also bei mir hat das mit dem „Image aufpolieren“ schon gewirkt. Teneriffa wäre echt mal was für mich. Und ja auch im Herbst (meine übliche Reisezeit) noch warm genug zum Baden. Hmm, ich sollte da mal ein Plätzchen auf meiner Bucket List frei machen, glaube ich 😉

    Liebe Grüße, Marion

    Antworten
    1. Franzi Artikelautor

      Hallo liebe Marion. Oh ja, im Herbst ist es auf Teneriffa wirklich traumhaft. Ich war vor drei Jahren Anfang November mit einer Freundin dort. Wir hatten wunderbare 22 bis 25 Grad, viel Sonnenschein und 20 Grad Wassertemperatur. Ein echter Traumurlaub 🙂 LG Franzi

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  7. gerardo

    Hallo Franzi,
    gerade habe ich deine 5 Gründe für Teneriffa entdeckt und gelesen. Und da ich nun auch schon 60+ bin und auf der Rentnerinsel lebe, kann ich es mir nicht verkneifen, ein paar Bemerkungen dazu loszuwerden.
    Vorweg bemerkt: ich bin zwar 60+, aber trotzdem kein Dauerurlauber. Ich kenne Teneriffa seit 30 Jahren, betreibe hier eine Finca und baue Avocados an. Also:
    1. Sportliche Höchstleistungen haben mich auch mit 30- nicht interessiert, weder surfen noch downhill, und tai-chi fand ich schon immer langweilig. Aber du hast recht: surfen kann man hier toll, oder auch paragliding. Downhill machen die Einheimischen, wenn’s im März auf dem Teide mal schneit – mit dem Hintern auf der Plastiktüte.
    2. Auf den Teide mit der Gondel schafft es jeder. Selbst in Badelatschen und Bikini – aber die sind dann ganz schnell wieder unten. Doch manch einer, der sich für einen erfahrenen Wanderer hält, musste schon von der Bergrettung abgeholt werden, weil er sich überschätzt hatte.
    3. Wanderwege gibt es wirklich viele. Wer sie in vollen Zügen ausnützen will, sollte sich aber überlegen, wann und wo. Valle San Lorenzo, Adeje, Arona, im Süden im Sommer bei 35º – nein danke. Anaga oder Teno bei Sturm und Nebel – nicht umsonst haben die Ziegenhirten steinerne Schutzburgen gebaut.
    4. Im Lago Martiánez hundert Meter lange Bahnen ziehen? Dann warst du sicher nicht im August hier. Dann gibt es nämlich im Wasser keinen Platz mehr, an dem dir nicht ein Ballon oder ein Schwimmreifen um die Ohren fliegt.
    5. Das Image, ja, richtig! Das ist in vielen Köpfen leider von den Rentner-Heerscharen geprägt. Aber die halten sich hauptsächlich an ihren Stammtischen auf. Dabei gibt es doch soooo viel Interessantes zu sehen.

    Deshalb erzählich in meinem Blog all das, was nicht im Reiseführer steht. Ausflüge, Wanderungen, sehenswerte Gebäude oder spannende Geschichten. Schau doch mal rein, vielleicht macht es dir ja Lust auf einen neuen Besuch:
    https://mitenerifeblog.wordpress.com
    Liebe Grüsse aus La Orotava
    gerardo

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