Guadeloupe Part IV: Surfen auf Guadeloupe

Sandstrand mit Palmen auf Guadeloupe

Am Dienstag sind wir auf „Grande-Terre“, dem östlichen Schmetterlingsflügel von Guadeloupe angekommen. Während Basse-Terre faszinierende Natur, tropischen Regenwald, Berge und Wasserfälle zu bieten hatte, punktet Grande-Terre in erster Linie mit weißen, feinsandigen Karibikstränden und glasklarem Wasser. Unser neues Domizil ist nun die Surfer-Hochburg Saint Francois, ein kleines Dorf im Süden der Halbinsel. Denn wir wollen endlich surfen auf Guadeloupe!

Von Basse-Terre nach Grande-Terre: Zwischenstop in Pointe-a-Pitre

Shopping auf Guadeloupe: Die Einkaufsstraße von Point-a-Pitre

Shopping auf Guadeloupe: Die Fußgängerzone von Pointe-à-Pitre

Am Dienstag Morgen machten wir uns auf den Weg nach Saint Francois, wo wir die zweite Woche unserer Karibikreise verbringen. Unterwegs hielten wir allerdings noch einmal an, um für einen halben Tag Guadeloupes größte Stadt Pointe-a-Pitre zu besichtigen, die zusammen mit den Außenbezirken Le Gosier und Ley Abymes 211.000 Einwohner beherbergt.

 

Pointe-a-Pitre wurde 1843 in Folge eines Erdbebens fast komplett zerstört und musste in den Jahren darauf wieder aufgebaut werden. Ein besonders strukturierter Plan wurde dabei aber scheinbar nicht verfolgt – die Stadt ist ein ziemliches Chaos.

 

Altes Kino von Pointe-a-pitre

Das alte Kinogebäude am Place de la Victoire

Einige Highlights hat Pointe-a-Pitre aber trotzdem zu bieten. So gibt es zum beispiel an der Place de la Victoire viele nette Cafés. Auch das alte Kinogebäude und der Markt direkt am Hafen (La Darse) sind definitiv einen Besuch wert.

 

Ein bisschen Shopping durfte natürlich auch nicht fehlen. Da die meisten Shops allerdings mehr auf Quantität als auf Qualität setzen, fiel unsere Ausbeute eher mager aus.

 Saint Francois: Sonne, Strand und Surfen auf Guadeloupe

Strand auf Grande-Terre, Guadeloupe

Relaxen am wunderschönen Karibikstrand Plage des Raisins Clairs

Als wir später am Nachmittag unser neues Apartment in Saint Francois bezogen, waren wir sofort begeistert. Das Marina Quality Stay liegt direkt am Hafen uns ist von zahlreichen Restaurants, Bars, Cafés und Surfshops umgeben.

 

Hier wurde zum ersten Mal richtig deutlich, dass Grande-Terre definitiv der touristischere Teil von Guadeloupe ist. Während die Straßen, Strände und Restaurants auf Basse-Terre teilweise menschenleer waren, ist hier schon weit mehr los. Nach einer Woche „Wildnis“ sind wir aber ganz froh, abends auch mal wieder ein bisschen Nachtleben genießen zu können.

 

Surfen auf Guadeloupe

Surfen auf Guadeloupe: Paddeln zum Pointbreak

Bis vor einigen Jahren war Saint Francois ein kleines Fischerdorf. Mittlerweile haben sich hier allerdings zahlreiche Hotels etabliert. Dennoch hat der Ort nichts von seinem Charme eingebüßt. Für uns waren aber natürlich die unzähligen Wassersportmöglichkeiten der Hauptgrund, nach Saint Francois zu kommen.

 

Saint Francois ist perfekt zum Surfen auf Guadeloupe. Sowohl das Dorf selbst als auch die umliegenden Orte bieten sehr gute und konstante Surfspots. Es gibt außerdem an jeder Ecke Surfschulen und die Möglichkeit, verhältnismäßig günstig Equipment auszuleihen. Für ein Einsteigerboard zahlt man beispielsweise etwa 17 Euro pro Tag. Für die etwas besseren Modelle werden rund 20 Euro fällig. Ein halber Tag Surfkurs kostet etwa 50 Euro inklusive Equipment und Transfer. Wer längerfristig Ausrüstung leiht oder mehrere Surfstunden bucht, kommt sogar noch deutlich günstiger weg.

 Surfen auf Guadeloupe: Surfspots rund um Saint Francois

Windsurfen auf Guadeloupe

Auch für Windsurfer ist Guadeloupe ein Traumziel

Surfen auf Guadeloupe ist total entspannt, es gibt sehr viele gute Pointbreaks – Beachbreaks findet man dagegen kaum. Die Swells kommen abwechselnd von den Nordatlantischen Ausläufern, Passatwinden und tropischen Zyklonen. In den vergangenen Tagen haben wir die beiden Spots Port Saint Francois und Gros Sable ausprobiert.

 

Ersterer war extrem anstrengend zu surfen: Zwar kamen wir gut nach draußen, da es in der Paddling-Zone ziemlich ruhig war. Der Pointbreak war aber sehr weit vom Strand entfernt und die Strömung extrem stark, sodass wir zum Teil sehr lange brauchten, um in die Wellen zu kommen. Das Surfen war deshalb richtig anstrengend. An diesem Tag hatten wir aber keine andere Option, da die Wellen an anderen Spots zu niedrig waren.

 

In Gros Sable brechen die Wellen dagegen viel näher am Strand. Obwohl die Strömung – und meistens auch der Wind – hier ebenfalls sehr stark sind, fällt das Rauspaddeln deutlich leichter und wir konnten viele gute Wellen surfen. Wer kein Profi ist, hat auf Guadeloupe mit dem Longboard definitiv am meisten Spaß. Denn obwohl die Bedingungen hier konstant gut sind, bleiben die Wellen meistens recht niedrig. Die Karibikinsel eignet sich somit auch perfekt für Anfänger. Ein weiterer Pluspunkt: Da es hier kaum Beachbreaks gibt, sind auch Einsteiger von Anfang an gefordert. Man lernt also „richtiges“ Surfen inklusive Paddeln, anstatt nur auf dem Schaum der gebrochenen Wellen herumzureiten.

Weitere Sportmöglichkeiten auf Grande-Terre

Kitesurfen auf Guadeloupe

Kitesurfer finden das ganze Jahr über gute Bedingungen vor

Auch Wind- und Kitesurfer kommen auf Grande-Terre voll auf ihre Kosten. Die besten Bedingungen gibt es hier von Dezember bis Juni. Abgesehen von der Hurricane Season im September bzw. Oktober können beide Sportarten aber das ganze Jahr über betrieben werden.

 

Die Windstärke variiert zwischen 10 und 30 Knoten, im Durchschnitt liegt sie bei 12 Knoten. Auch Anfänger finden hier sehr gute Bedingungen vor: An den langen Sandstränden ist das Wasser größtenteils flach. Auch Wellen, Korallen oder Felsen gibt es nur äußerst selten. Der perfekte Ort also, um gefahrlos Wind- oder Kitesurfen zu lernen. Aus diesem Grund gibt es auch sehr viele Wind- und Kitesurfschulen auf Grande-Terre, die vergleichsweise günstige Kurse anbieten. Eine Schnupperstunde Windsurfen kostet beispielsweise um die 25 Euro.

 

Windsurfen am Plage de la Caravelle, Guadeloupe

Surfen auf Guadeloupe: Windsurfer am Plage de la Caravelle

Weitere Sportmöglichkeiten auf Grande-Terre sind unter anderem Tauchen, Schnorcheln, Wasserski, Kanu- und Kajakfahren, Schwimmen, Golf, Reiten, Mountainbiken und Segeln.

 

Wir werden morgen allerdings erstmal einen Tag Pause machen und unsere Surf-Leiden (Muskelkater, Sonnenbrand blaue Flecken und Korallensplitter im Knie) auskurieren. Obwohl ich ja sehr versucht bin, mich doch noch einmal ans Windsurfen zu wagen. Gelegenheiten gibt es hier ja genug und Surfschulen quasi wie Sand am Meer. Mal sehen…

Hier geht unsere Guadeloupe Reise weiter

Die besten Hotels auf Guadeloupe: Hier haben wir übernachtet

Wir haben jeweils eine Woche im Marina Quality Stay auf Grande-Terre und im Villa Paradis Tropical auf Basse-Terre gewohnt. Leider ist es auf Guadeloupe wahnsinnig schwer, bezahlbare und dennoch gute Unterkünfte zu finden. Diese beiden bieten aber ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie eine hohe Sauberkeit und nettes Personal:

 

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