Für Individualisten: Kitesurfen auf Kuba

Kitesurfen auf Kuba

Auf ihrem Blog Lifetravellerz.com schreiben Melanie und Jürgen über Sport, Reisen und Food. Zu ihren Lieblingssportarten zählen dabei Kiten, SUP, Laufen und Bergtouren. Ich bin ein großer Fan der Lifetravellerz und freue mich riesig über ihren Gastartikel zum Thema Kitesurfen auf Kuba.

Kitesurfen auf Kuba – ein Gastbeitrag der Lifetravellerz

Wir haben drei Wochen auf Kuba verbracht und waren beeindruckt von diesem facettenreichen Land, das so viel zu bieten hat. Touristisch ist Kuba im Sektor All ­Inclusive bereits gut entwickelt. Vor allem im Touristenmekka Varadero reiht sich eine Bettenburg an die nächste. Für Individualtouristen, denen auch auf Reisen die sportliche Kompenente wichtig ist, steckt Kuba noch in den Kinderschuhen. Wer sich zu Hause gut vorbereitet, dem stehen auf Kuba jedoch alle Möglichkeiten offen.

Kitesurfen auf Kuba: Oldtimer Cabrio fahren in Havanna, Kuba

Mit dem Oldtimer durch die farbenfrohe Stadt Havanna – einfach ein Klassiker

Der Kitesurfsport steckt auf Kuba noch in den Kinderschuhen

Wir sind begeisterte Kitesurfer und Stand­Up­-Paddler – Sportarten, die in vielen Ländern der Welt bereits zum Massensport geworden sind und deshalb auch viele Regulierungen, wie eingeschränkte Strandabschnitte, zur Folge haben. Ganz anders auf Kuba: Hier sind Kitesurfen – aber auch das Windsurfen – noch exotische Sportarten und es gibt an keinem Strand Einschränkungen.

 

Natürlich sollte man bei der Ausübung jeglicher Wassersportarten Rücksicht auf Schwimmer sowie Taucher nehmen und der Natur (Wasserschildkröten!) keinesfalls Schaden zufügen. Die Einheimischen und Urlauber sind aber meist ziemlich beeindruckt, wenn sie einen Kitesurfer sehen und freuen sich, wenn man aufkommende Fragen beantwortet. Wir haben hier ausschließlich positive Erfahrungen gemacht.

Kitesurfen auf Kuba

Traumhafter Kitespot: Die Insel Cayo Guillermo vor der Nordküste Kubas

Kitesurfen auf Kuba: Spots und Materialleihe

Während unserer dreiwöchigen Reise hatten wir fast jeden Tag Wind – sogar im Landesinneren in Vinales – und konnten an verschiedenen Orten Kitesurfen. Da Kitesurfen auf Kuba so gut wie nicht vorhanden ist, gibt es nur wenige Orte, an denen man Material ausleihen kann. Es empfiehlt sich, die gesamte Ausrüstung inklusive Pumpe und Repairset von Zuhause mitzunehmen.

 

Die bekanntesten Kitespots sind Varadero und Cayo Guillermo. Hier gibt es ein paar Kiteschulen, die an Hotels angeschlossen sind. Man kann auch Material mieten bzw. einen Kitekurs buchen. Die Preise für die Kitekurse entsprechen den gängigen Preisen rund um den Globus.

 

Besonders Cayo Guillermo ist der ideale Kitespot für Anfänger. Das Wasser ist kristallklar, türkis und bis weit hinaus stehtief. Es gibt keine Gefahren, außer ein paar Palmen am Strand. Wir haben ein paar Schulungen beobachtet und es war stets ein Lehrer pro Schüler dabei und die Schüler haben gute Fortschritte gemacht.

Kiteboarden auf Kuba

Kitesurfen auf Kuba: Am Playa Ancon bei Trinidad

Weitere Sportmöglichkeiten für euren Aktivurlaub auf Kuba

Sollte ausnahmsweise mal kein Lüftchen wehen, kann man mit dem Stand­Up-­Paddleboard einsame Buchten entdecken oder das Schnorchelzeug auspacken und am Korallenriff Fische, Seesterne und Krabben beobachten. Auch für diese beiden Sportarten empfiehlt es sich, das eigene Material dabeizuhaben.

 

Die vielen Dschungel­- und Regenwaldgebiete sind ideal, um Wanderungen zu unternehmen. Nahe der Stadt Trinidad gibt es den Parque Natural Topes de Collantes. Man kann auf eigene Faust oder mit einem Guide, der einem Flora und Fauna näher bringt, Wanderungen zu wunderschönen Wasserfällen unternehmen.

Kuba Wasserfällt in Trinidad

Wasserfälle im Parque Natural Topes de Collantes nahe Trinidad

Die Hauptstadt Havanna liegt zwar direkt am Meer, aber die Strände liegen ziemlich weit außerhalb der Stadt. Deshalb haben wir die Zeit genutzt, um diese tolle Stadt zu entdecken. Aber auch in Havanna ist der Sport nicht zu kurz gekommen: Der Malecon – die ca. acht Kilometer lange Strandpromenade – ist ideal, um morgens ein paar Kilometer zu laufen. Aufgrund der schwülen Tagestemperaturen sollte man seine Laufschuhe am besten morgens um 06:30 zum Sonnenaufgang schnüren.

 

Kuba ist wohl das sicherste Reiseziel der Karibik – aufgrund der geringen Kriminalitätsrate kann man unbeschwert seine Lieblingssportarten ausüben. Wir können Kuba als Reiseziel für den sportlichen Urlaub in der Karibik jedermann empfehlen.

Mojito in einer Bar auf Kuba

Alle Bildrechte liegen bei den Lifetravellerz. Vielen Dank!

6 Gedanken zu „Für Individualisten: Kitesurfen auf Kuba

  1. Anna H.

    Das klingt ja traumhaft – und an den Stränden ist ja wirklich NIEMAND! Auf Fuerteventura waren ja immer 50 Kiter gleichzeitig im Wasser, da konnte man richtig Angst bekommen. Ich hatte bei Kuba immer ein bisschen Vorbehalte, ob das Material der Kiteschulen und Verleihs in Ordnung bzw. auf dem neuesten Stand ist – die haben ja öfter mal ein paar Probleme beim Import 🙂 Und eigenes Equipment habe ich leider (noch) nicht. LG Anna

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    1. Lifetravellerz

      Hallo Anna, ja es war traumhaft und mit Fuerteventura hat das wirklich nicht viel gemeinsam 😉 Wenn du noch kein eigenes Material hast, empfehlen wir dir Cayo Guillermo, hier hast du Resorts direkt an einem Traumstrand und einige Kitestationen. Die Stationen werden hier meist von Kanadiern geführt, es soll aber auch eine deutsche Station geben. Das Leihmaterial auf Cayo Guillermo ist Top aktuell. Schulungsmaterial war ausschließlich 2014/15er Material. An den anderen Spots in Kuba ist dies nicht immer so, darum würden wir grundsätzlich empfehlen eigenes Equipment mit zu bringen. Vor allem wenn du alleine kiten willst 🙂

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    2. Franzi Artikelautor

      Oh ja, an manchen Spots (La Pared!!) fand ich es auf Fuerteventura auch ein bisschen anstrengend. Und die Lagune bei Rene Egli ist zwar traumhaft, aber ich hatte schon immer ein bisschen Angst, gleich in den nächsten Surfer reinzudonnern. LG Franzi

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  2. Mario

    Kuba steht auf meiner Liste auch ganz oben – schade, dass der Kranich da nicht hinfliegt 🙂 Aber vielleicht kann ich mir den Traum ja dieses oder nächstes Jahr erfüllen.

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  3. Nina Zauritz

    Hallo (=

    Vielen Dank für den tollen Artikel ♡

    Wir planen grade eine gut 5 monatige Süd- und Mittel Amerika Reise. Los gehts von münchen am 16. Juli abends und zurück nach münchen am 19. Dezember abends.

    Zuerst wollen wir in die Anden Kolumbien bis Bolivien (Backpacken Trekking mit eigener leichter Camping Ausrüstung) bis anfang September (6-7 Wochen)

    Danach ein paar Wochen in den Nordosten Brasiliens zum Kitesurf Road Trip, nun also zusätzlich mit einer gemeinsamen prall gefüllten Kitesurf-Tasche (es geht von jericocoara bis natal).

    von hier machen wir den unmöglichen Flug (viele Stunden und oft unsteigen) nach zentral Amerika (Yucatan: Mexiko Ostküste, belize Caye caulker, Flug belize City nach Managua, überland nicaragua costa rica Panama mit krönendem Abschluss auf den San Blas Inseln und dann heimflug von Panama city).

    und hier kommt meine frage zu eurem artikel:
    Was würdet ihr sagen, ab wie vielen Tagen lohnt es sich Kuba einzubauen in unsere Reise – zwischen Süd Amerika und zentral Amerika? also dann müssten wir von Natal im Nordosten Brasiliens nach Havanna fliegen und von Havanna später nach cancun; und die Zeit würde uns dann halt beim Restlichen zentral Amerika Trip fehlen der leider zeitlich eher knapp bemessen ist vor allem da wir ja auch ab und zu ein paar Tage verweilen und Kiten wollen nicht nur durch reisen.

    ganz liebe Grüße und schon mal tausend dank für Antworten wir würden uns über jegliche Tips sehr sehr freuen!

    eure Nina

    Antworten

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