Meine 30 besten Travel Hacks aus dem Flugbegleiterleben

Travel Hacks Reisetipps Flugbegleiterin

Wenn ich das so schreibe, kann ich es selbst kaum glauben. Aber ich verbringe tatsächlich mehr als die Hälfte des Monats im Ausland: Im Flugzeug, im Layover, im Hotelzimmer oder am Flughafen. Zum Glück habe ich in den letzten Jahren immer mehr Tipps und Tricks entdeckt, die mir die vielen Reisen so angenehm wie möglich machen. Meine 30 besten Travel Hacks möchte ich heute mit euch teilen – und ein bisschen Insiderwissen aus dem Flieger.

1. Schuh in den Safe

Ich habe schon alles Mögliche im Hotelsafe vergessen. Seit ich direkt nach der Ankunft einen Uniformschuh mit in den Safe sperre, ist mir das nie wieder passiert.

2. Die Dusche bügeln lassen

Ich bin viel zu faul, unterwegs meine Uniform oder zerknitterte Kleider zu bügeln. Zum Glück ist der Effekt fast gleich, wenn man das Kleidungsstück vor einer langen, heißen Dusche ins Badezimmer hängt.

3. Die richtige Schlange finden

An der Sicherheitskontrolle am Flughafen stelle ich mich am liebsten hinter Asiaten an, die sind unheimlich schnell und effizient. Am längsten dauert es hinter Familien mit Kinderwägen und älteren Menschen. Statistisch gesehen ist die Schlange ganz links übrigens die Kürzeste.

4. Nie ohne Essen fliegen

Ich habe immer eine Packung Cracker oder ein Müsli im Koffer. Wer schon einmal nachts mit Jetlag aufgewacht ist, weiß, dass man in diesem Moment einen ganzes Schwein verdrücken kann. Minibar und Roomservice sind dann leider oft die teure Alternative.

5. Mit Emojis kommunizieren

Wenn Kellner, Verkäufer oder Taxifahrer kein Wort Englisch sprechen, kommuniziere ich mit WhatsApp-Emojis. Da ist eigentlich alles dabei, was man so braucht: Tiere, Gemüse, Reis, Nudeln, Burger und Obst fürs Restaurant. Für Einkäufe und Taxifahrten gibts zum Beispiel Symbole für Schuhe, Kleidung, Taschen, Strand, Hotel und Sehenswürdigkeiten.

6. Nie ohne Take-me-home-Karte

In Asien und anderen Regionen, in denen wenig Englisch gesprochen wird, greife ich mir als erstes eine Take-me-home-Karte, wenn ich im Hotel ankomme. Alternativ lasse ich mir Adresse und Kontaktinformationen in den jeweiligen Schriftzeichen aufschreiben.

7. Immer ein paar Dollar einstecken

US-Dollar werden auf der ganzen Welt fast überall akzeptiert. Für Notfälle habe ich deshalb immer einen 50-Dollar-Schein im Geldbeutel, falls mir mal das Bargeld ausgeht.

8. Handy am Fernseher laden

Wusstet ihr, dass man das Handy ohne Wallcharger an den USB-Plugs von fast allen modernen Flachbildfernsehern aufladen kann? Ein guter Tipp für notorische Adapter-Vergesser (zu denen ich leider gehöre).

9. Wattestäbchen als Adapter-Ersatz

Apropos Adapter vergessen. In vielen (vor allem asiatischen) Ländern ersetzt ein in der Mitte umgeknicktes Wattestäbchen den Stromadapter. Das halbierte Wattestäbchen muss in das dritte dicke Loch gestopft werden, sodass die Sperre ausgehebelt wird.

10. Panzertape einpacken

Panzertape kann alles und repariert alles. Zum Beispiel kaputte Koffer, gerissene Rucksäcke, zerlöcherte Hosen (von innen tapen) und gebrochene Handyladekabel. Außerdem fixiert es Moskitonetze an der Decke und repariert kaputte Hotelzimmermöbel notdürftig. Ich habe mir sogar schonmal ein Kleid aus einem Sarong und Panzertape gebastelt.

11. FourSquare & Co. für Passwörter nutzen

Passwörter für WLAN-Netze von Restaurants, Hotels und Cafés sind oft nur eine Google-Suche entfernt. Die meisten Passwörter habe ich bisher in den Kommentaren bei FourSquare gefunden.

12. Offline Maps und „OK Maps“

Vor der Reise lade ich mir in der Offline Maps App von Google die Karten vom Zielort herunter. Alternativ könnt ihr auch „OK Maps“ in der regulären Google Maps App eingeben – dann wird die aktuelle Karte gespeichert und ist auch offline abrufbar.

13. Hotelseife und Lavendel für frische Klamotten

Ich habe immer ein Lavendelsäckchen im Gepäck, damit meine Wäsche frisch duftet. Alternativ werfe ich vor dem Heimflug eine geöffnete Hotelseife in den Koffer und in den Schmutzwäschebeutel – das hat den gleichen Effekt.

14. Tiger Balm mitnehmen

Tiger Balm ist mein Allheilmittel gegen alles: Zerrungen, Rückenschmerzen, Insektenstiche, Reiseübelkeit, Schwellungen, müffelnde Sitznachbarn und angeschwollene Beine und Füße nach dem Langstreckenflug.

15. VPN Software vor dem Flug runterladen

Leider sind Proxys in Ländern wie China mittlerweile nicht mehr zu gebrauchen. Und vor Ort einen VPN-Service herunterzuladen ist fast unmöglich. Ich habe das letzte Mal ungefähr zehn Anläufe gebraucht – macht das also unbedingt schon vor der Reise in Deutschland.

16. Duschhaube für dreckige Schuhe

Die Plastik-Duschhaube im Hotel spanne ich gerne um meine dreckigen Schuhe, wenn ich im Layover wandern war. So bleibt das restliche Gepäck schön sauber.

17. Ladekabel mit Hotelkugelschreibern schützen

Wer viel unterwegs ist, kennt das Problem: Ladekabel brechen einfach ständig ab, wenn man viel unterwegs ist und die Dinger immer in letzter Minute irgendwo ins Gepäck stopft. Ein bisschen aufwendig aber total effektiv: Die Spirale im Kugelschreiber um die oberste Stelle vom Kabel wickeln (da, wo es am schnellsten bricht). So wird das Ladegerät verstärkt und hält locker gleich ein paar Jahre länger.

18. Taschenlampe ins Gepäck

Das klingt jetzt ziemlich spießig, aber ich habe immer eine Taschenlampe im Gepäck. Leider sind Hotelbrände gar nicht so selten und als ich selbst einmal einen erlebt habe, war es draußen auf dem Gang stockdunkel und die Notausgangsbeleuchtung hat nicht wirklich viel gebracht. Wenn es dann auch noch eine Rauchentwicklung gibt, dürfte wohl keiner mehr den Ausgang finden.

19. Den billigsten Flug buchen

Ein kleiner Tipp von einer Bodenkollegin: Sechs Wochen vor dem Flug sind die Tickets oft am billigsten. Der günstigste Tag ist außerdem Dienstag und noch mehr könnt ihr sparen, wenn ihr nachmittags gegen drei Uhr bucht.

20. Was vergessen? Frag die Crew!

Wir haben auf den Langstreckenfliegern fast alles, was das Herz begehrt: Medikamente, Zahnbürsten, Ohrenstöpsel, Augenmasken, Tampons etc. Ihr müsst nur nett genug fragen, dann bekommt ihr (fast) alles von uns. Kommt uns am besten in einer ruhigen Minute hinten im Flieger besuchen, dann stehen die Chancen auf ein paar Extrawünsche am besten.

21. Den besten Platz finden

Wenn ich mir einen Platz in der Economy aussuche, schaue ich mir als erstes die Buchungslage an. Wenn der Flieger aus allen Nähten platzt, versuche ich, möglichst weit vorne einen Platz zu bekommen. Dann kriege ich als erstes mein Essen und kann danach gleich einschlafen – außerdem wackelt es am wenigsten. Wenn es viele freie Plätze gibt, setze ich mich ganz nach hinten. Denn das Flugzeug wird von vorne nach hinten aufgefüllt, sodass hinten die Chancen auf einen freien Nebenplatz besser stehen. In der Businessclass ist es mir eigentlich nur wichtig, nicht zu nah an den Toiletten und an der Küche (zu laut und zu hell) zu sitzen.

22. Anonym surfen bei der Buchung

Wenn ich einen Flug oder ein Hotel suche, surfe ich immer im Inkognitomodus oder lösche hinterher meinen Browserverlauf und die Cookies. Denn oft werden Besuche getrackt und dann die Preise angehoben, wenn man später noch einmal auf die Seite zurückkommt.

23. SIM Karten in Frischhaltefolie wickeln

Ich habe viele verschiedene SIM Karten für viele verschiedene Länder. Leider habe ich unterwegs schon zweimal meine deutsche Mikro-SIM verloren, weil das kleine Ding einfach ständig irgendwo aus dem Gepäck rutscht. Deshalb habe ich immer Frischhaltefolie zum einwickeln dabei. So wird ein kleines Päckchen daraus, das ich bequem in meinem Kosmetikbeutel verstauen kann.

24. Nie ohne Ladegerät

Auch wenn ich nur Kurzstrecke fliege, habe ich immer ein Ladegerät für mein Smartphone dabei. Denn leider weiß man nie genau, wo man am Ende landet und wie lange man dort die Zeit totschlagen muss.

25. Besteck mitnehmen

Ich habe immer eine Gabel, einen Löffel und ein Schweizer Messer dabei. Schwer zu glauben, aber ich habe schon Luxushotels erlebt, die es nicht auf die Reihe gebracht haben, mir Besteck für mein Takeaway oder mein Müsli aufs Zimmer zu bringen.

26. Kosmetiktücher einpacken

Egal wohin ich reise, ich habe immer Kosmetiktücher dabei. Die für unreine Haut, denn da ist Alkohol drin. Die Tücher können einfach alles: Hände waschen, abschminken, den Nagellack glänzend polieren, in der Sonne abkühlen, frisch machen vor dem Restaurant und noch so viel mehr. Den größten Tücherverschleiß habe ich übrigens in Indien und China.

27. Hellen Nagellack benutzen

Ein Tipp für die Mädels: Auf Reisen benutze ich immer hellen oder nudefarbenen Nagellack, denn der hält einfach viel mehr aus. Oft kann ich ihn locker eine Woche auf den Nägeln lassen, denn kleine Macken fallen überhaupt nicht auf.

28. Einfuhrbestimmungen genau lesen

Ich halte mich penibel an die Einfuhrbestimmungen und kann trotzdem fast alles mitnehmen. Denn viele Menschen kennen nicht den Unterschied zwischen Import Restrictions und Prohibited Goods. Auf dem USA-Einreiseformular fallen beispielsweise Milch- und Getreideprodukte unter Restricted Goods (nicht prohibited). Es gibt also keinen Ärger und keine hohen Strafen bei der Einreise, solange ihr sie nur deklariert und auf Aufforderung vorzeigt. Abgepackte Milch, Nüsse etc. sind so in der Regel kein Problem – im schlimmsten Fall müsst ihr sie eben wegwerfen.

29. Must-Haves im Gepäck

Neben den Dingen, die ich schon aufgezählt habe, gibt es noch ein paar Sachen, die nie meinen Koffer verlassen: Eine externe Festplatte mit Filmen und Platz für Fotos, Kräutertee (im Hotel gibt es meistens nur Kaffee und schwarzen Tee), ein Vorhängeschloss (für Rucksäcke etc.), eine Flasche Wasser, Sicherheitsnadeln und eine Bauchtasche (für Südamerika etc.). Auf privaten Reisen habe ich immer noch eine IKEA-Tasche dabei, die man zur Not zutapen und einchecken kann.

30. Ring the Bell!

Zwei Arten von Gästen gibt es im Flugzeug: Die einen klingeln schon nach uns, wenn ihnen nur das Kissen runtergefallen ist und sie zu faul sind, es selbst aufzuheben. Die anderen würden sich eher den Arm abhacken, als auf den magischen Klingelknopf zu drücken. Ganz ehrlich: Wenn ihr auf dem Mittelplatz oder am Fenster eingequetscht seid, könnt ihr uns gar nicht oft genug rufen. Vor allem dann, wenn es euch schlecht geht oder ihr Durst oder Hunger habt. Wenn ihr aber am Gang sitzt, freuen wir uns total, wenn ihr uns hinten in der Küche besucht.

Was sind die besten Travel Hacks, die euch so einfallen?

Habt ihr auch ein paar richtig gute Travel Hacks? Dann ab damit in die Kommentare. Ich kann ja gar nicht genug davon bekommen und bin immer wieder auf der Suche nach Reisetipps von Vielreisenden und Vielfliegern. Für mich geht es jetzt als nächstes erstmal nach Hong Kong – da gibts zum Glück keine Internetzensur.

Pan Pacific Hotel Vancouver Outdoor Pool

Rooftop Pool Pan Pacific Hotel in Vancouver

Vancouver Skyline

23 Gedanken zu „Meine 30 besten Travel Hacks aus dem Flugbegleiterleben

  1. Anne-Marie

    Finde ich sehr cool! Vor allem das mit den Emojis und der Schuh im Safe – da wäre ich wirklich nie draufgekommen. Danke für den schönen Artikel!
    Liebe Grüße
    Anne

    Antworten
    1. Franzi Artikelautor

      Haha ja total. Hast du nicht noch ein paar Tipps auf Lager? Du bist ja schon viel länger dabei als ich.
      Bis bald mal im Flieger.
      Liebe Grüße
      Franzi

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  2. Miuh

    Suuper! Und mit viel Humor auch noch ! 🙂 An die Emojis für ferne Länder hätte ich zB gar nicht gedacht…
    Da sind noch so einige Tipps dabei, die ich noch nicht kannte – dabei bin ich gar nicht sooo reise-unerfahren… Liebe Grüsse, Miuh

    Antworten
  3. andreas

    Hi. Bin selber Flugbegleiter seit über 25 Jahren. Finde deine Tipps sehr nützlich. Nehme mir einige sehr gerne mit. Außerdem ist der Beitrag sehr amüsant und kurzweilig geschrieben.

    Antworten
    1. Franzi Artikelautor

      Hi Andreas,
      das freut mich riesig, dass sogar ein „alter Hase“ noch etwas damit anfangen kann 🙂
      Falls du selbst noch ein paar gute Tipps auf Lager hast, immer her damit!
      Liebe Grüße und many happy Landings,
      Franzi

      Antworten
  4. Annik

    Tolle Tipps und super geschrieben!

    Das ist der erste Blogpost, den ich mir gebookmarked habe – ok, dafür kannst du dir nix kaufen, aber ich bin da echt wählerisch

    Manche Hacks sind auch für mich nützlich, auch wenn’s nur nach bella Italia geht..;)

    LG
    Annik

    Antworten
    1. Franzi Artikelautor

      Hi Annik,
      kaufen kann ich mir nichts davon – aber es freut mich trotzdem wahnsinnig 🙂
      Schön, dass dir der Artikel gefallen hat.
      Liebe Grüße
      Franzi

      Antworten
  5. Annika

    Liebe Franzi,
    Das sind ja. Mega-geniale Tipps von denen ich viele nich nicht kannte. Einen hab ich aber noch : wenn du dein essen ganz früh als erstes bekommen möchtest, dann bestell vorher ein „Spezialgericht“. Ich bin laktoseintolerant und bekomme ich weit vor meinem Mann das Essen und das ohne Aufpreis. Dafür hab uch dann keine Auswahl und laktosefrei ist oft auch gleichzeitig vegetarisch das ist aber ok.
    LG Annika

    Antworten
    1. Franzi Artikelautor

      Hi Annika,
      vielen lieben Dank 🙂
      Das mit dem Special Meal mache ich auch oft. Gerade auf „kürzeren Langstrecken“ bestelle ich mir meistens die Obstplatte. So bekommt man einen einigermaßen gesunden Snack und fühlt sich nicht so zermatscht von dem heißen Essen, das ja doch immer ziemlich reinhaut.
      Liebe Grüße
      Franzi

      Antworten
  6. Marion

    Ich packe mir immer einen Mehrfachstecker (mit 1-2m Kabel dran) ein.
    So kann ich im Ausland im Hotel mehrere Geräte gleichzeitig aufladen und benötige nur einen Adapter. Außerdem hat mir die Verlängerungsschnur schon oft beim haaretrocknen geholfen, wenn im Bad mal wieder nur eine Steckdose für einen Rasierapparat vorhanden ist und an einem anderen Spiegel in der Unterkunft eine Steckdose fehlt.

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  7. Ilona

    Zu Nr. 18 habe ich mal den Kommentar eines Feuerwehrmannes gelesen, was er als erstes tut, wenn er in ein Hotel eincheckt. Er sagte, er hätte schon (beruflich) so viele Hotelbrände erlebt und Leute glauben gar nicht, wie schnell das gehen kann.
    Sein TIpp war: Sobald man im Zimmer ist, sein Gepäck abstellen, umdrehen und genau schauen: Wo geht’s raus. Merken an wie vielen Türen man vorbeikommt (da man das wahrscheinlich bei Rauchentwicklung nur fühlen und nicht sehen kann), wo man links oder rechts muss etc.

    Seither mache ich das eigentlich immer. Es dauert drei Minuten, aber wer weiß, wofür es mal gut ist?

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  8. Ingo

    Hallo Franzi,
    noch ein Tipp nehme immer eine Kopie vom Führerschein und Reisepass mit im Falle dir der Orginal verlohren geht hast Du wenigstens einen nachweis das Du es bist.

    mfg
    Ingo

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  9. Marie

    Hi Franzi,

    Es war schön dich in Puerto Princesa bei der Honda Bay Tour kennengelernt zu haben! Toller Artikel und ganz liebe Grüße! Marie

    Antworten
  10. Steph

    Hallo Franzi,
    Das sind so viele tolle und hilfreiche Ideen!
    Und top geschrieben. Habs mir auch gebookmarked. Bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen. Es gibt ja sooooo viele Reiseblogs. Du machst jedoch momentan den einzigen, den ich gerbe lese!!! Vielen Dank dafür und viele
    Grüße Stephanie

    Antworten

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